Was macht eigentlich einen guten Hundetrainer aus? Dieses Thema kommt immer wieder zur Sprache und es ist auf jeden Fall ein wichtiges Thema! Tatsächlich sind es eine ganze Reihe Bereiche, an die man zunächst vielleicht gar nicht denkt, die da eine wichtige Rolle spielt.

Wenn man so arbeitet wie ich, trainiert man nicht in erster Linie die Hunde, sondern die Menschen. Da muss ich mitunter sehr lange und sehr einfühlsam hinter die Fassaden schauen. Und dann muss ich das Beste für Mensch und Hund herausholen. Es nützt mir nichts, wenn ich so Sätze wie „Mach das mal so und so!“ von mir gebe und den Menschen dann im Regen stehenlasse. Und den Hund gleich mit.

Ich gebe also beiden Hilfestellung, versuche den Menschen den richtigen Schubs in die richtige Richtung zu geben und so lange bei ihm zu bleiben, bis er von allein schwimmt und richtige Ideen entwickelt.

Lernen dauert. Manchmal mitunter sogar recht lange. Nicht alle Schwierigkeiten sind sofort erkennbar, manche brauchen etwas, bis sie an die Oberfläche kommen. Für mich gibt es nichts Schöneres als einen verängstigten Hund zu erleben, der immer mehr aus sich heraus kommt. Das kann auch so so aussehen, dass man erst mal alle anderen Menschen und Hunde laut anblafft und die Welle macht und plötzlich bricht das Getue zusammen und man schnüffelt mal vorsichtig von hinten und wenn keiner guckt. Und in der nächsten Stunde traut man sich noch ein bisschen mehr und irgendwann kommt eine Spielaufforderung. Noch nicht so klar, man ist hin- und hergerissen, aber Hundi will! Und noch ein paar Wochen später steht Hund mitten in einer fremden Hunde- und Menschengruppe und freut sich, alle kennenzulernen. Herrlich sowas…!

Heute startet der 8. Hundekongress im Internet, wir freuen uns neben der Praxis auch mal wieder Theorie zu genießen!